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Wer eine Stelle weit weg von zu Hause annimmt, steht vor der Frage: Umziehen oder pendeln? Die Deutschen wählen gern Letzteres. Und setzen ihre Gesundheit aufs Spiel: Mehr Stress, weniger Bewegung - und weniger Zeit für den Zahnarztbesuch.
Hessens neuer Ministerpräsident schlägt keine neuen Schneisen. Neu ist nur der Schwung, mit dem Bouffier regieren will. Er strebt nach seinem ersten persönlichen Sieg als Ministerpräsident in einer Landtagswahl. Sein Regierungsschwerpunkt: die Integration.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern des Infrastrukturprojekts „Stuttgart 21“ bleiben verhärtet. An diesem Mittwoch will die die baden-württembergische SPD den Weg zu einer Volksabstimmung aufzeigen. Die Protestbewegung aber geht längst eigene Wege.
Das deutsche Monopol für Sportwetten und Glücksspiele ist nicht mit dem EU-Recht vereinbar. Das hat der Europäische Gerichtshof am Mittwoch entschieden. Die deutsche Regelung verstoße gegen die Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit in der EU, hieß es in der Begründung.
Ein Tag für die Geschichtsbücher: Mit ihrer Ehrung des dänischen Mohammed-Karikaturisten macht die Kanzlerin deutlich, dass Europa ein Ort der Meinungsfreiheit ist. Mit dem Foto, welches sie neben Kurt Westergaard zeigen wird, geht Merkel aber auch ein großes Risiko ein.
Schwere Brände haben in Colorado über 3 000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Heftige Winde sorgten in den vergangenen Tagen für eine rasche Verbreitung des Feuers in dem hügeligen Gebiet. Verletzt wurde bislang jedoch niemand.
Lange hat die SPD vernachlässigt, wie viele Probleme durch Einwanderung entstanden sind. Jetzt wollte sie sich dem stellen. Aber nun zieht die Causa Sarrazin alle Aufmerksamkeit auf sich und zeigt, dass die Integrationspolitik der SPD nicht mehr mit der Wirklichkeit ihrer Mitglieder korrespondiert.
Die bevorstehende Bankenreform hat die Börsianer erschreckt. Die Sorge ist, dass Geld verdienen künftig schwerer werden wird. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Nachricht.
In der Länderspielpause ist nichts besser geworden. Kurz vor der Rückkehr ihrer Nationalspieler von den Einsätzen auf der internationalen Fußballbühne ist die Personallage bei der Mannschaft von Michael Skibbe nach wie vor angespannt.
Bei der Suche nach einem kompetenten Verwalter machen es sich Wohnungseigentümergemeinschaften oft zu leicht. Dabei geht es um den Werterhalt ihrer Immobilie. Der billigste Anbieter ist nicht unbedingt der beste.
Mark Hurd ist noch nicht in seinem neuen Job angekommen, schon hat er eine Klage seines früheren Arbeitgebers Hewlett-Packard am Hals. Der befürchtet, Hurd könne Firmengeheimnisse weitergeben. Die Klage könnte Erfolg haben.
Die Europäische Währungsunion spaltet sich immer mehr: Während in Portugal und Irland die Renditen auf Staatsanleihen weiter steigen, herrscht in Spanien und Italien Ruhe. Griechenland ist und bleibt ein Einzelfall.
Noch im Sommer, auf dem Höhepunkt der Griechenland-Krise, bestritt EU-Kommissionspräsident Barroso, dass es Pläne zur Einführung von EU-Anleihen gäbe. Jetzt will er sie doch - um EU-Projekte zu finanzieren. Wer die Transferunion nicht will, muss die Pläne ablehnen.
Der iranische Präsident Ahmadineschad ist bekannt für seine Tiraden und Drohungen. Nun hat auch der ägyptische Präsident offenkundig die Nase voll. Es ist wichtig, dass die moderaten arabischen Staaten einem iranischen Hegemonieanspruch die Grenzen aufzeigen.
Das Energiekonzept der Regierung ist nur eine Ableitung aus dem überaus ehrgeizigen Klimaziel. Die schwarz-gelbe Koalition treibt den Umbau der deutschen Industrie zur ökologischen Musterwirtschaft ohne Rücksicht auf die Kosten voran.
Einst galt „Dirty Thilo“ als Harald Schmidt der SPD. Einen solchen Gesellschaftskritiker zur Bundesbank zu schicken, musste in einem Debakel enden. Die Empörung, die über Sarrazin hereinbricht, ist dennoch eine große Heuchelei: Denn die Zustände, die er beschreibt, fordern politisches Handeln.
Mit Sofortabschreibungen, Steuerkrediten und Investitionen in die Infrastruktur will Amerikas Präsident der Wirtschaft aufhelfen - für insgesamt 200 Milliarden Dollar. Die Republikaner halten davon nichts.
EU-Kommissionschef Manuel Barroso geht auf Konfrontationskurs zu den europäischen Regierungen. In seiner Rede „zur Lage der Europäischen Union“ vor dem Straßburger Europaparlament spricht er sich abermals dafür aus, direkte Einnahmen für die Gemeinschaft einzuführen.
Deutsche Studienanfänger wählen im internationalen Vergleich häufig die Fächergruppen Geisteswissenschaften und Kunst, vor allem bei Ingenieuren fehlen dagegen Absolventen. Andere Länder weisen bei den Hochqualifizierten eine viel größere Dynamik auf.
Hunderttausende Franzosen haben gegen die Rentenreform ihres Präsidenten protestiert. Der bekundete, er werde „standfest“ bleiben - und schickte seinen von der Bettencourt-Affäre beschädigten Arbeitsminister in die Nationalversammlung.
Zum ersten Mal seit 44 Jahren hält Nordkoreas Arbeiterpartei wieder einen Parteikongress. Die Hauptstadt Pjöngjang ist herausgeputzt, aus allen Landesteilen strömen Delegierte herbei. Bei dem Treffen geht es vor allem um eins: Die Nachfolge des Machthabers Kim Jong-il einzuleiten.
Die Menschen trauen Pakistans Regierung nicht zu, die Probleme lösen zu können. Flutopfer wissen nicht, wie es weitergeht. Und dann tobt auch noch ein nicht kontrollierbarer Krieg im Land.
Aus einer Bildungsstudie der OECD geht Deutschland als das Land mit der geringsten Studienneigung im internationalen Vergleich hervor. Vor allem in naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Studienfächern sei die Lücke groß, hieß es bei der Vorstellung der Ergebnisse am Dienstag.
Die Polizei hat bundesweit Wohnungen von Mitgliedern der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V.“ durchsucht. Das Bundesinnenministerium prüft ein Verbot der größten neonazistischen Organisation in Deutschland.
Auch dank personeller Stabilität erreichen die Grünen in Umfragen bis zu zwanzig Prozent Stimmenanteil. Das erweitert ihre Machtoptionen. In Berlin könnten sie gar Renate Künast gegen Wowereit ins Rennen schicken. Doch der Höhenflug macht manche schwindlig.
Thilo Sarrazin hätte für sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ auch einen anderen Titel wählen können: Die Volksparteien schaffen sich ab.
Es ist höchste Zeit, dass Israelis und Palästinenser wieder miteinander reden. Denn in Ramallah ist das Fundament gelegt für einen Palästinenserstaat. Doch die Direktgespräche könnten scheitern, bevor sie überhaupt richtig beginnen.
Noch nie war es so schwer für Künstler, unter Vertrag genommen zu werden. Der Grund: Plattenfirmen müssen sparen. Deswegen versuchen immer mehr Musiker im Alleingang ihre Alben zu finanzieren und wenden sich dafür via Internet direkt an ihre Fans.
Gelder und Aufgaben des „Energiekonzepts 2050“ sollen nicht nach Ressorts, sondern nach Kompetenzen verteilt werden, mahnt Forschungsministerin Schavan. Es geht um zusätzliche 3 Milliarden Euro jährlich.
Schweden und Großbritannien blockieren auf dem Treffen der Finanzminister in Brüssel die deutsch-französische Initiative. Fortschritte gibt es bei der Bankenabgabe: Die Regierungen sind sich einig, dass Einnahmen nicht in den EU-Haushalt fließen sollen.
Der Stern der gefeierten chinesischen Automarke BYD sinkt. Die ganze Branche befindet sich in Aufregung: Chinas Machthaber zeigen sich ungewohnt kritisch und warnen vor Überkapazitäten.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat in den letzten beiden Jahren nur wenige Bußgelder verhängt. Viele Verstöße quittierte sie schlicht mit einer Belehrung - oder stellte die Verfahren gleich ein.
Über die Atomkraft wird bundesweit heftig gestritten. Bei der Laufzeitverlängerung ist aber längst im Energiekonzept längst nicht Schluss. Sanierungen der Wohnhäuser könnten jeden Bürger unmittelbar betreffen - und das könnte teuer werden.
Der englische Traditionsbetrieb Pashley fertigt seine nostalgischen Fahrräder in Handarbeit - und profitiert von einer Retro-Welle. Viele Briten möchten mit Stil radeln, auf kuriosen Festen sogar im Tweed-Kostüm. Dabei ist Geschäftsführer Williams nicht mal Fahrrad-Narr.
Es gilt, eine weitere Krise in der EU zu verhindern. Künftig müssen die Mitgliedstaaten im Frühjahr ihre langfristige Finanzplanung in Brüssel absegnen lassen. Als „europäisches Semester“ wird das Verfahren bezeichnet.
Die neue Offenheit bei Schaeffler ist gelungen - das Unternehmen legte gestern zum ersten Mal seine Zahlen vor. Demnach gingen die Schulden zurück. Auf der Familie lastet jedoch noch immer ein gigantischer Schuldenberg.
Die gute Nachricht: Morgan Stanley will den P2 Value öffnen, die schlechte: Er wird kräftig abgewertet. Die Krise kennt hier bisher nur Verlierer: Insgesamt sind rund 25 Milliarden Euro in offenen Immobilienfonds eingefroren.
Die verlängerten Laufzeiten für Atomkraftwerke haben den Kursen der deutschen Versorger kurzfristig einen Schub gegeben. Allgemein war mit diesen Aktien zuletzt aber trotz günstiger Bewertung wahrlich kein Staat zu machen.
Der Rand ist zum Dollar und zum Euro auf neue Mehrjahreshochs gestiegen. Werden diese Kursausbrüche bestätigt, handelt es sich um charttechnische Kaufsignale zugunsten der südafrikanischen Landeswährung.
Wer sagt, dass es unmöglich sei, eine überbordende Staatsverschuldung in den griff zu bekommen, dem sei der Blick nach Uruguay empfohlen, das bei dieser Aufgabe ein gutes Stück vorangekommen ist.
Nobeluhren, Wein und Diamanten sind eine schöne Geldanlage. Sie bringen sogar Rendite. Und schützen die Sammler vor Inflation.
Ohne Impulse von der Wall Street hat sich am Montag an Europas Börsen nicht viel bewegt. Eine eigenständige Richtung haben diese auch nach Jahrzehnten nicht. Insofern fangen wir am Dienstag von vorne an.
Im internationalen Währungshandel werden im Tagesdurchschnitt 4000 Milliarden Dollar umgesetzt. Private Anleger haben daran kaum einen Anteil, obwohl es in Deutschland viele Produkte gibt, mit denen sie an Änderungen der Kurse partizipieren könnten.
Seit gut einem Jahr leitet der Amerikaner die Fondsgesellschaft der Allianz in Deutschland. Zuvor arbeitete er bei den Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs. Erstmals spricht er darüber, was er anders machen will.
Die Politik gibt derzeit an den Börsen den Takt vor - ob es nun um amerikanische Konjunkturprogramme geht oder die längere Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke. Zugleich schwindet die Furcht vor einer weiteren Rezession.
Die Staatsschulden der entwickelten Länder sich ausgeufert und die Zukunft birgt hohe Lasten. Das lässt viele Anleger um ihre Staatsanleihen fürchten. Nicht so Ökonomen des IWF: sie glauben nicht an Zahlungsausfälle, weil sie diese für sinnlos halten.
Schon Ende 2007 ging der erste Landwirt mit Aktien an die deutsche Börse. Und nun legt die Vorreiterin KTG Agrar nach mit einer Unternehmensanleihe. Investoren werden mit einer Rendite von 6,75 Prozent zu locken versucht.
Angesichts der extrem niedrigen Renditen an den Zinsmärkten der großen Industrienationen erscheint der Erwerb von Staatsanleihen mit langen Laufzeiten nicht nur wenig attraktiv, sondern geradezu riskant. Die Suche nach Alternativen hat begonnen.
Das Thema Seltene Erden elektrisiert derzeit wegen der zunehmenden strategischen Bedeutung dieser Rohstoffe die Anleger. Dem Aktienkurs der australischen Lynas Corp. hat das seit Juni schon ein Plus von 164 Prozent beschert.
Der Chiphersteller Infineon verkauft die Handychip-Sparte und verliert ein Drittel seines Umsatzes. Aktionäre müssen sich nicht grämen.
Noch vor zwei Jahren bekamen Barack Obama und Kandidaten der Demokraten die meisten Spenden von der Wall Street. Nach der Finanzmarktreform stellen Banker nun vermehrt Schecks für die republikanische Opposition aus.
Positive Konjunkturdaten aus Amerika haben Ängste vor einer zweiten Rezession gedämpft. Mit der deutschen Wirtschaft geht es weiterhin bergauf, wenn auch nun etwas gemäßigter. Es bleibt jedoch die Sorge um Banken und Staatsfinanzen.
Nachdem es zuvor vier Jahre lang steil aufwärts gegangen war mit dem Kurs der Accell Group, tritt der Kurs per saldo nun schon seit drei Jahren auf der Stelle. Dabei kann der Fahrrad-Hersteller mit günstigen Bewertungskennziffern aufwarten.
Das hohe Volumen aufgegebener und postwendend stornierter Aktienaufträge im Umfeld des „Blitz-Crashs“ vom Mai hat die amerikanische Börsenpolizisten aufhorchen lassen. Untersuchungen laufen.
Wer auf das Wachstum der Schwellenländer setzen möchte, hat grundsätzlich zwei Optionen: Er kann vor Ort investieren oder in hiesige Unternehmen, deren Umsätze dort wachsen. Die Bereiche Infrastruktur und Konsum gelten dank stetig wachsendem Wohlstand als besonders vielversprechend.
Die Zeiten für Zinsjäger sind hart. Anleihen von Vater Staat werfen hierzulande kaum mehr was ab. Dafür haben Aktien einiges zu bieten. Die Dividendenrenditen bei europäischen Großkonzernen sind sogar historisch hoch.
Analysten an der Wall Street fürchten bei einem abermaligen Rückgang der Häuserpreise hohe Verluste der Kreditinstitute. Zudem wollen die verstaatlichten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac säumige Hypotheken an Banken zurückgeben.
Die Gewinnmargen der Börsenbetreiber sinken, weil der Monopolcharakter ihres Geschäfts bröckelt. Das macht die Aktien weniger attraktiv. Das macht beispielsweise die Aktie der Deutschen Börse zu einer der schwächsten im Dax.
Schon seit Jahren dümpelt die Aktiennotiz von Vivendi nur vor sich hin. Doch eine angehobene Prognose nährt nun bei den Anlegern des französischen Medien- und Telekommunikationskonzerns die Hoffnung auf mehr Kurselan.
Zu seinem hundertsten Geburtstag präsentiert der VDP fast 1000 junge deutsche Weine in Berliner Galerien. In 57 Kunststätten der Stadt kostet man sich durch die Weinsorten der 192 Winzer - ein vielfältiges Vergnügen.
Nordkorea bittet den Nachbarn im Süden um Hilfe: Pjöngjang kann die Folgen der verheerenden Überschwemmungen nicht alleine bewältigen. Tausende Menschen sollen betroffen sein. Aber Seoul zögert.
Die Anwälte von Markus S. werden das Urteil aus dem Brunner-Prozess anfechten. Ihrer Meinung nach handelt es sich bei den Taten ihres Mandanten nicht um Mord sondern um Körperverletzung mit Todesfolge und versuchten Totschlag.
Sie sind Ärzte, Krankenschwestern, Rentner. Und sie begehren auf gegen Entscheidungen der Politik, die ihnen nicht passen. Erleben wir eine neue Protestkultur? Fünf Porträts aus fünf Empörungsorten der Republik.
Schauspielerin Angelina Jolie wirbt mit einem Besuch im Katastrophengebiet für mehr internationale Hilfe für die Opfer der Jahrhundertflut in Pakistan. Die Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR besuchte ein Auffanglager im Nordwesten des Landes.
Spielsucht reißt nicht nur die Abhängigen in die Schuldenfalle, auch die Familien geraten in Not. Beispiele aus Ingolstadt.
Auch am vierten Tag nach dem Verschwinden des zehn Jahre alten Mirco geht die fieberhafte Suche nach dem Jungen aus Grefrath weiter. Polizisten durchkämmen das Gebiet am Niederrhein. Vieles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin.
In der Urteilsbegründung des Richters gibt es kaum Punkte, die für den 19 Jahre alten Angeklagten Markus S. sprechen. Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Managers Dominik Brunner wird er zu fast zehn Jahren Haft verurteilt.
Phil Collins liebt seine Exfrau immer noch. Selbst nach der Scheidung sind die beiden ein Herz und eine Seele. Auch Sigmar Gabriel hat sein Herzblatt gefunden - dem Zahnschmerz sei Dank. Seine Liebste überzeugte ihn als behandelnde Zahnärztin.
Kaum eröffnet, wird der Prozess gegen Jörg Kachelmann in Mannheim schon auf die kommende Woche vertagt. Die Anwälte des Wettermoderators, dem Vergewaltigung vorgeworfen wird, stellten Befangenheitsanträge gegen zwei Richter.
Ihr Schicksal ging um die Welt: 3096 Tage wurde Entführungsopfer Natascha Kampusch in einem Kellerverlies bei Wien gefangen gehalten. Vier Jahre nach ihrer Flucht hat sie ihre Geschichte aufgeschrieben.
Nach mehreren Schiffsunglücken im Kongo ist die Zahl der Todesopfer noch unklar. Hunderte Tote werden befürchtet. In dem westafrikanischen Land kommt es immer wieder zu Unfällen mit maroden und veralteten Fähren.
Die Wassermassen haben die Missstände im Land offen zu Tage treten lassen: Pakistan steckt tief im Morast einer von Korruption geprägten Feudalgesellschaft, in der korrupte Politiker korrupten Politikern Korruption vorhalten - die Flutkatastrophe offenbart das Versagen des Staates.
Im Namen der Volksgesundheit werden die Stimmen lauter, vorbeugende Medikamente etwa gegen Krebs an Gesunde auszugeben. Diese Art der Prävention muss jedoch hohen Anforderungen genügen.
Nicht nur für Frauen, auch für Männer tickt die biologische Uhr: Schon ab 30 nimmt die Gefahr für Erbschäden zu und die Zeugungskraft lässt nach. Doch die späte Elternschaft ist keine Ausnahme.
Dass Intelligenz nicht vom Himmel fällt, hat die Debatte um Thilo Sarrazins Thesen gezeigt. Aber wo kommt sie dann her? Fest steht: Ein spezifisches Juden-Gen gibt es nicht. Genauso wenig wie ein Deutschen- oder ein Türken-Gen.
Es gibt so gut wie nichts was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: OCR für alle.
Geologisch junge Gesteine in Grönland und im Norden Kanadas enthalten Lava mit einer chemischen Zusammensetzung, wie sie für die Jugendzeit der Erde typisch ist.
Obwohl Deutschland der größte Beitragszahler ist, waren es andere Länder, die sich gegen den Budgetentwurf des Teilchenbeschleunigers LHC stellten: England etwa und die Länder Südeuropas müssen derzeit massiv sparen, und das bekommt Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer zu spüren.
Ist die Umwelt tatsächlich stärker als die familiäre Genidentität? Forscher fanden heraus, dass die genetische Verwandtschaft vermutlich nur in einigen Fällen als die entscheidende Triebkraft der Sozialisation in Frage kommt.
Amerikanische Astronauten in Vintage-Ästhetik: Die Nasa will ihr umfangreiches historisches Bildmaterial einem breiteren Publikum schmackhaft machen. Die ersten Archivbilder sind nun auf Flickr zu finden.
Das Drama um die drei verstorbenen Frühgeborenen in der Mainzer Universitätsklinik enthüllt die Systemfehler einer von Personalnot und Sparzwängen ausgezehrten Medizin.
Über Jahre litt Tim Parks, der Schriftsteller, an mysteriösen, schwer erträglichen Schmerzen. Er besiegte sie, indem er sich alternativen Heilmethoden öffnete. Parks ist überzeugt: Die meisten Krankheiten „sind eng mit der Art und Weise verbunden, wie wir heute leben“.
Ein Wissenschaftler meint beweisen zu können, dass der berühmte Gletschermann Ötzi an seinem Fundort bestattet wurde. Doch in Bozen sind sich Fachleute sicher: Ötzi starb schnell und wohl allein im Frühling oder Frühsommer hoch in den Bergen.
Drei Säuglinge in einer Londoner Uniklinik sollen laut einem Medienbericht nach verschmutzten Infusionen gestorben sein. Wie in dem Skandal um drei tote Babys an der Mainzer Uniklinik seien auch dort Darmbakterien nachgewiesen worden.
Dieselben Genvarianten sind keinesfalls exklusiv, sondern allenfalls gehäuft bei einzelnen Ethnien zu finden. Für ein spezielles „Juden-Gen“ trifft dasselbe zu wie auf ein „Intelligenz-Gen“: Es ist die Prosa biologistischer Fälscher.
Hierzulande läuft das Olympia-Projekt München 2018 nicht rund. Die Serie von Hiobsbotschaften hört nicht auf. Zehn Monate bleiben bis zum großen Finale, an dem alles stimmen muss. Denn nichts wäre schmerzlicher als ein hausgemachtes Scheitern.
Rafael Nadal hat ohne Satzverlust das Viertelfinale bei den US Open erreicht, sein Landsmann Fernando Verdasco hingegen musste zwei Sätze Rückstand ausgleichen. Bei den Damen gab es Siege der Favoritinnen.
In der deutschen Gruppe gewinnt die Türkei mit 3:2 gegen Belgien. Frankreich stoppt den Abwärtstrend. Portugal steckt weiter in der Krise. Schottland blamiert sich fast. Und Rooney trifft früh für England in der Schweiz. Die EM-Qualifikation im Überblick.
Nach dem 1:0-Erfolg in Belgien gewinnt die deutsche Nationalelf auch gegen Aserbaidschan in der EM-Qualifikation. Westermann, Podolski, zweimal Klose, Badstuber und ein Gästespieler treffen. Neuer patzt. Und Mertesacker verletzt sich.
Die Pflichtaufgabe erledigt die deutsche Elf souverän. Lahm wirbelt seitenverkehrt, Badstuber und Westermann treffen. Und Podolski fühlt sich in der Kölner Heimat pudelwohl. Nur Torwart Neuer und Mertesacker haben keinen guten Abend. Die FAZ.NET-Einzelkritik.
Die deutschen Spieler und der Bundestrainer freuen sich über das 6:1 gegen Aserbaidschan. Die DFB-Elf lebt die Spielfreude der WM auch in Köln aus. Berti Vogts verneigt sich. Und Podolski hat viel Spaß. FAZ.NET sammelte die Stimmen zum Spiel.
David Odonkors Klub ist insolvent. Argentinien gewinnt das Test-Länderspiel gegen den Weltmeister aus Spanien. Dortmund verkauft einen Spieler. Die U 21 siegt. Brian Laudrup hat Krebs. Und der Wettskandal landet vor Gericht. Fußball kompakt am Dienstag.
Mark Parsinen hat die Golfplatz-Architektur nicht gelernt. Und dennoch hat der Autodidakt Träume zwischen erstem Abschlag und Loch 18 wahr werden lassen. Parsinen hat einige der schönsten Kurse der Welt gebaut.
Beim Spiel gegen Aserbaidschan hilft Podolski der Heimvorteil, in Zukunft aber nur eine Leistungssteigerung, um vor Konkurrent Kroos zu bleiben. Ballack kommt zum Plaudern vorbei, aber viele Kollegen bemerken es nicht einmal.
Mit 22 Jahren schreibt der prominenteste deutsche Turner seine Autobiografie. Die öffentlich gewordenen pikanten Details seines Liebeslebens rufen bei Fabian Hambüchens Turn-Kollegen eher Kopfschütteln hervor.
Andy Schleck darf nicht mehr weiterradeln. Tiger Woods rettet seine Spitzenposition. Nicht mehr zu retten sind die Kassel Huskies. Stephanie Rice verliert ihren Jaguar. Und Matthias Lanzinger wird entschädigt. Sport kompakt am Dienstag.
Er steht immer etwas im Schatten. Dem einstigen „Torlos-Klose“ wird nun sogar zugetraut, Gerd Müllers Rekord anzugreifen. Am Dienstag (20.45 Uhr) könnte er sich gegen Aserbaidschan auf Rang zwei der DFB-Torjägerliste schießen.
Die deutsche Elf trifft auf einen alten Bekannten. Berti Vogts ist an diesem Dienstag (20.45 Uhr) mit der Nationalmannschaft von Aserbaidschan zu Gast. Hoffnungen auf einen Erfolg in Köln hat der ehemalige Bundestrainer allerdings nicht.
Vor fünfzig Jahren wurde der Deutschland-Achter Olympiasieger. Der Ratzeburger Oberstudienrat Karl Adam war Vater des Erfolgs - und Lebenslehrer der harten jungen Burschen, die sich freiwillig der Schinderei verschrieben. Der Mythos lebt bis heute fort.
Nach 67 Minuten ist Andrea Petkovic im Achtelfinale der US Open gegen die Russin Wera Swonarewa ausgeschieden. Doch schon wartet die nächste Herausforderung auf die Darmstädterin: Eine Klausur über „deutsche und europäische Verfassungsgeschichte.“
Der Galoppsport in Deutschland kriselt und mit ihm der Standort Iffezheim. Doch die Große Woche liefert einen Hoffnungsschimmer. Die neuen Betreiber haben sich Gedanken gemacht und eine gute Strategie gewählt. Das zahlt sich aus.
Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem 1:0-Sieg in Belgien erfolgreich in die EM-Qualifikation gestartet. Das ist gut. Aber es ist noch ein langer Weg für das Löw-Team, um jene Dominanz zu entwickeln, die ihr spielerisches Talent verheißt.
Schach vor Ringen und Gewichtheben. Das sei die Rangliste der populären Sportarten in Aserbaidschan. Und Fußball? Nur eine Randsportart. Sagt zumindest Fußballtrainer Vogts, und der muss es wissen. Wenn das doch auch bei uns so wäre!
Von diesem schwarzen Tag, dem vorzeitigen Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft, auf die Zukunft des deutschen Basketballs zu schließen, wäre fahrlässig. Trotzdem: Gerade für die jungen deutschen Spieler ist die Niederlage gegen Angola eine persönliche.
Michael Ballack könnte sich jetzt als Gewinner fühlen. Joachim Löw schenkt ihm als DFB-Kapitän sein Vertrauen. Der Bundestrainer sendet indirekt aber schlechte Signale. Ballacks Zeit dürfte bald ablaufen.
Selbst harmlos wirkende Verstöße gegen Antidoping-Regeln werden mitunter drakonisch bestraft. Schon sieht man Funktionäre zufrieden resümieren: Wir tun doch was! An der Glaubwürdigkeitskrise des Sports ändert das aber kaum etwas.
Ein Trainer schubst eine Spielerin und schon hat der Frauenfußball einen angeblichen Skandal. Es wird hitziger, aber die fußballspielende Weiblichkeit braucht sich noch lange nicht zu schämen nach dem Mini-Eklat im Spitzenspiel Potsdam und Frankfurt.
Null Punkte nach 180 Minuten Bundesliga-Fußball sind nicht mehr als ein klassischer Fehlstart. Es kann schnell nach oben gehen. Doch die Stimmung ist „auf“Schalke überhaupt nicht danach. Das „System Magath“ steht auf dem Prüfstand.
Durchfall, Erbrechen und Fieber nach dem Ironman 70.3: Für viele Eisenmänner kam der härteste halbe Tag mit Verspätung. Die Schwimmstrecke könnte Schuld sein. „Der Hafen ist eben kein Wellness-Bad“, heißt es dazu lapidar.
Ein Tribunal mit 400 Teilnehmern, der Trainer wegen „Verrats“ in Gefahr - die Meldungen über die Reaktion des nordkoreanischen Regimes auf die WM-Auftritte seiner Fußballspieler waren besorgniserregend. Alles in Ordnung, teilt jetzt die Fifa mit - und zeigt sich politisch blind wie eh und je.
Der russische Eiskunstläufer Jewgeni Pluschenko wurde vom internationalen Verband für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ausgeschlossen. Große Empörung folgte - außer bei Pluschenko selbst. Er weiß genau warum.
Es war ein Start mit Glanz und Gloria in die 48. Saison der Fußball-Bundesliga. Der FC Bayern besaß altbekannten Dusel. Die beiden Aufsteiger zeigten sogleich Wettbewerbstauglichkeit. Und 1899 Hoffenheim belebte die alte stürmische Qualität wieder.
Mario Adorf ist so etwas wie die graue Eminenz des deutschen Films: Er hat mehr als 120 Film- und Fernsehrollen gespielt und ist einer der wenigen von der deutschen Filmbranche hervorgebrachten Weltstars. Mit jetzt 80 Jahren sagt er aber: „Die Show muss mal zu Ende sein“.
Der Staatsvertrag für die neue Rundfunkgebühr nimmt Form an. Wer denkt, die GEZ sei überflüssig, liegt falsch. Die Sender werden zur Super-Meldebehörde. Niemand soll der neuen Gebühr mehr entkommen. Und auch Blinde sollen zahlen.
Jerzy Skolimowskis „Essential Killing“ bot einen existentialistischen Thriller über einen Mann auf der Flucht. Und der erste Spielfim Wang Bings „Der Graben“ ist die schonungslose Aufarbeitung eines Kapitels der chinesischen Geschichte.
Beim Nachtkonzert mit Barockmusik fühlt man sich in die Ruine des Kolosseums versetzt. Der Kontratenor Philippe Jaroussky singt Julius Caesar als damenhaften Tugendhelden wie für einen Werbefilm von Tom Ford.
Die Arbeiten der Entwicklungspsychologen und Begabungsforscher Heiner Rindermann und Detlef Rost wurden zu den wichtigsten Quellen für Thilo Sarrazins Deutschland-Buch. Jetzt schreiben sie, was an Sarrazins Thesen ihrer Meinung nach Bestand hat - und was nicht.
Was verbirgt sich hinter dem Märchen von „Dornröschen“? Um das herauszufinden, hat Markus Lefrançois den Text der Brüder Grimm mit Bildern versehen, neben denen die Geschichte zu einer Stimme aus dem Off wird.
Wikipedia macht Agatha Christie Kummer, Tony Blair sagt eine Signierstunde ab, Hugh Grant wird fünfzig, die Popkomm plant Großes und Peking nutzt ein Schwimmbad um: Dies und mehr in den FAZ.NET-Kulturnachrichten.
Die Melodie darf nicht verschwinden: Bis zum neunzigsten Geburtstag will Sonny Rollins weitermachen und womöglich noch darüber hinaus. Der Klang seines Tenorsaxophons war und ist eine Demonstration der Macht, der Größe und Souveränität.
Der kleine Yusuf verliert in dem Berlinale-Gewinnerfilm „Bal“ seinen Vater in den Wäldern, den „Zarten Parasiten“ Jakob und Manu will dort eine alternative Existenz nicht recht gelingen. Auch wenn der bunte Herbst vor der Tür steht: Bäume kommen in dieser Kinowoche nicht gut weg.
Es war der erste Auftritt nach geraumer Zeit, und ebenso reißerisch wurde er vom Sender angekündigt: Entführungsopfer Natascha Kampusch bei Reinhold Beckmann. Doch so sehr der Gastgeber auch journalistisch grapschte: Kampusch hatte, hochexklusiv, nichts Neues zu sagen.
Was hinter den Kulissen des Versailler Schlosses so passiert, schildert jetzt Christophe Tardieu in „Le Surintendant de Versailles“. Unter anderem geht es um Gruppensexpartys, ein furzendes Pferd und eine Katze, die als Geisel genommen wurde.
Dass die symbolische Gleichsetzung der Schicksale männlicher und weiblicher Homosexueller im Nationalsozialismus absurd ist, bestreitet inzwischen fast niemand mehr. Kann dann der unselige Streit um das Homosexuellen-Mahnmal nicht endlich beendet werden?